°°Fotographisches°°

by Ute Schwerfel

Die Urmotte Micropterix rothenbachii im NSG Halde Pluto-Wilhelm – 21. Juli 2017

Name(n): Kein deutscher Name
Wissenschaftlicher Name: Micropterix rothenbachii
Ordnung:  Schmetterlinge
Überfamilie:  Micropterigoidea
Familie:  Urmotten
Unterfamilie:
Gattung:  Micropterix

 

 

Merkmale

Die Motten erreichen eine Länge von 3,6 – 5 mmm. Sie können meist gut an den sehr breiten Binden und dem fehlenden goldenen Innenrand erkannt werden. Bei der sehr ähnlichen Micropterix allionella (Fabricius, 1794) sind die Binden geringfügig schmäler, der bei M. rothenbachii meist gut entwickelte, bronzegoldene Außenrand ist reduziert oder fehlt ganz.


Verbreitung

Deutschland, Österreich,Schweiz, Italien, Slowenisches Alpengebiet


Habitat

Die Art bewohnt lichte, trockene, felsdurchsetzte Buchenmischwälder. Sie fliegt hier an sonnigen Stellen, vor allem, wenn diese auch eine Krautschicht aufweisen (z.B. Gräser, Brombeeren).

 


Nahrung

Die Raupen sind auf der Heckenkirsche zu finden.


Mein Erlebnis mit diesem Tier

Das Foto ist ja wirklich der allerletzte Heuler, aber als ich dieses winzige Tier entdeckt habe, ging alles schief … Ich konnte mit bloßem Auge nicht richtig erkennen, was da auf dem Blatt saß … Also machte ich dieses Bild, um im Zoom dann überrascht festzustellen, dass es sich tatsächlich um einen Falter handelt … Das fand ich so spektakulär, dass ich beschlossen habe, meine Lupenlinse direkt aufzuschrauben, damit man auch etwas von dem Flugzwerg erkennen kann … Das ist ja schon Gehampel genug … Adapterring vom Ringblitz ab, Linse draufschrauben, Ringblitz wieder dran und dann wollte ich loslegen … Das Möttchen saß immer noch artig auf dem Blatt … Vergeblich versuchte ich zu zoomen und schaute auf mein Display :  Akkukapazität erschöpft … Da stand ich ja kurz vor einem Kittelbrand … Den Akku zu wechseln ist noch mehr Gehampel … Stativ abklipsen, Schnellwechselplatte abschrauben, Akku austauschen, Schnellwechselplatte wieder anschrauben (die Motte saß immer noch brav auf dem Blatt), Stativ wieder einklinken (Motte unverändert) und zu guter Letzt die Kamera wieder einschalten und einstellen … Hab ich gemacht, auch durchgeatmet und schaue nun auf das Blatt … Leer. Falter weg. Da stand ich kurz vor einem Axtmord. So ein Mist … Ich hab ihn noch flattern sehen, aber kam nicht mehr an ihn ran … Mal sehen, wann ich das nächste Mal so eine Mini-mini-Urmotte sehe … Jetzt brauche ich auch kein Probefoto mehr – den Anblick kann ich mir merken … Hoffe ich …


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